Trachtenverein Oberstdorf

 

Gebirgstrachten- und Heimatschutzverein Oberstdorf e.V.

 

Hist.2015kleinDer Oberstdorfer Chronist und Holzschnitzer Wilhelm Math, Anni Jäger und Sepp Joas stellten nach eingehenden Studien von alten Bildern und Schriften aus der Zeit vor dem großen Brand von 1865 die heutige "Historische Tracht" von Oberstdorf zusammen, die in den Grundzügen der Tracht des 18. bzw. Anfang 19. Jahrhundert entspricht. Anlass für die Erneuerung der Oberstdorfer Tracht gab das 25. jährige Vereinsjubiläum des Gebirgstrachtenvereins Oberstdorf im Jahre 1926. Die Trachtenschneiderin Fanny Seeweg verhalf der erneuerten Tracht zum großen Durchbruch.

 


Hauptbestandteile der Frauentracht sind ein Mieder aus kaminrotes Tuch oder Seide, teilweise gesteppt oder mit Stickereien. Darunter wird eine weiße Baumwollbluse hochgeschlossen und kurzer Puffarm getragen (an Festtagen wird eine Bluse mit langen Arm getragen). Über das Mieder liegt ein schwarzes Seiden- oder Spitzentuch. Ein schwarzer, knöchellanger Plisseerock mit rotem Besatz und die Schürze ist aus Baumwolle oder Seide in harmonischen Farben runden die Tracht ab. Die Mädchen und ledigen Frauen tragen als reich verzierte Kopfbedeckung die so genannte Reginahaube. Verheiratete Frauen tragen dagegen den Schattenhut, einen breitrandigen, schwarzen Hut.


Die Männertracht besteht aus einer schlichten schwarzen Bundlederhose. Die Hosenträger bestehen aus rotem Leder oder bestickte Hosenträgern aus Tuch. Dazu tragen die Männer ein weißes Leinenhemd und hellgraue Kniestrümpfe aus Wolle. Ein schwarzer Hut mit Silberkordel wird von dem ledigen jungen Mann getragen, der verheiratete Trachler trägt eine Goldkordel und Quaste oder eine schwarze Zipfelmütze.